SEO ist nicht tot. AEO ist auch nicht der nächste Hype. Es sind zwei Disziplinen, die parallel laufen und unterschiedliche Optimierungslogiken brauchen.

Was SEO weiter ist (und bleibt)

Klassisches SEO bleibt der Grundlayer. Google indexiert weiter, Page-Rank-Signale bleiben relevant, Core Web Vitals und Mobile-Friendliness sind weiter Pflicht. Wer SEO ignoriert, wird auch in AI-Ergebnissen unsichtbar — denn AI-Modelle scannen primär Top-Ranking-Seiten als Quellen.

Was AEO zusätzlich verlangt

AEO ist die strukturelle Schicht über SEO. Während SEO Sichtbarkeit in der Ergebnis-Liste optimiert, optimiert AEO die Wahrscheinlichkeit, dass Inhalt extrahiert und in einer AI-Antwort zitiert wird. Das verlangt andere Strukturen: Quick-Facts-Tabellen, H2-als-Frage, Direktantworten unter 30 Wörtern, FAQPage-Schema. Was Google früher als „Featured Snippet” rankete, wird heute von ChatGPT als Quelle übernommen.

Schweizer 2026-Realität

Drei messbare Änderungen für Schweizer Brands. Erstens — AI-Modelle gewichten Schweizer Premium-Medien (NZZ, Handelszeitung, Le Temps) signifikant höher als deutsche oder US-Tier-1-Quellen für CH-Queries. Zweitens — Schema-Tiefe wird kritischer. Eine Site mit nur Organization und WebSite Schema wird heute als „shallow” klassifiziert, mit reduziertem Citation-Potenzial. Drittens — Multilingualität wird erwartet. AI-Modelle prüfen DE/FR/IT/EN-Coverage und behandeln eine fehlende Sprachversion als Glaubwürdigkeitslücke.

Was du jetzt tun solltest

Audit deiner Top-10-Seiten gegen AEO-Struktur (X-ist-Y-Intro, Quick Facts, H2-Frage, FAQ). Schema-Stack auf mindestens FAQPage, HowTo, Person, LocalBusiness ausweiten. Mindestens DE+EN-Coverage sichern, FR planen für Genfer-See-Region. Plus — Citation-Targets für die nächsten 6 Monate definieren: welche 3 Schweizer Tier-1-Medien sollen dich zitieren?

Das hier ist kein Quick-Fix. Die Brands, die 2026 in CH-AI-Antworten sichtbar sind, haben 2025 angefangen.